Für gebührenfreie Kitas

Avatar of Adminis Adminis - 07. März 2022 - Medienmitteilung

Die SP Kanton Bern reicht im Grossen Rat eine Motion für gebührenfreie Kitas ein. Familienergänzende Kinderbetreuung ist wie die Volksschule eine öffentliche Aufgabe. Sie soll deshalb gebührenfrei und für alle zugänglich sein. Gleichzeitig sollen auch die Arbeitsbedingungen für die Betreuer:innen verbessert werden.

Die SP Kanton Bern reicht im Grossen Rat eine Motion für gebührenfreie Kitas ein. Familienergänzende Kinderbetreuung in Kitas ist ein wichtiger Pfeiler der frühkindlichen Förderung und ist wie die Bildung in der Volksschule eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Sie gehört somit zum Service Public und soll analog der Volksschule finanziert werden, gebührenfrei und für alle zugänglich sein.

Eine gebührenfreie Kinderbetreuung ermöglicht es beiden Elternteilen erwerbstätig zu sein. Das ist in Zeiten eines sich verschärfenden Fachkräftemangels besonders wichtig für die Volkswirtschaft. Es stärkt die Gleichstellung, weil alle Familien unabhängig vom Einkommen besser auswählen können, wie sie die Erwerbs- und Betreuungsarbeit aufteilen möchten. Grossrätin und Vizepräsidentin Tanja Bauer sagt: «Familienergänzende Kinderbetreuung ist wie die Volksschule eine öffentliche Aufgabe. Eltern sollen für die Kitas keine Gebühren bezahlen müssen.»

Gute Kinderbetreuung gibt es nur mit guten Arbeitsbedingungen für die Betreuer:innen. Nur mit genügend Zeit und Lohn können sie der bereichernden und zugleich anspruchsvollen Vielfalt der Kinder gerecht werden und so ihr jeweiliges Potential fördern. Grossrätin und Co-Präsidentin Mirjam Veglio sagt: «Die gebührenfreie Kinderbetreuung darf nicht zu Lasten des Personals gehen. Daher soll der Kanton mehr Verantwortung für die Finanzierung der Kitas, wahrnehmen und damit   bessere Arbeitsbedingungen ermöglichen.»

Der Vorstoss nimmt explizit die Forderung der eidgenössischen Kita-Initiative der SP Schweiz auf, welche am 8. März lanciert wird. Der Bund steht in der Pflicht die familienergänzende Kinderbetreuung gemeinsam mit den Kantonen zu finanzieren.

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