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Deutliche Mehrheit für eine Elternzeit

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Eine deutliche Mehrheit von 77% befürwortet die Einführung einer Elternzeit im Kanton Bern. Dies zeigt eine aktuelle repräsentative Studie des Büro Bass. Ganz allgemein sieht eine klare Mehrheit der Befragten Handlungsbedarf bei den Themen Elternzeit und Kinderbetreuung und wünscht sich mehr Entlastung und eine bessere Vereinbarkeit.  

Ein grosser Teil der Berner Bevölkerung sieht Handlungsbedarf bei den Themen Elternzeit und Kinderbetreuung. Dies zeigt eine aktuelle repräsentative Studie des Büro Bass. Demnach befürworten 77% der Teilnehmenden die Einführung einer Elternzeit. Die Befragung zeigt weiter, dass ebenfalls grosse Teile der Teilnehmenden bezüglich der Kinderbetreuung Handlungsbedarf sehen. Zwei Drittel der Teilnehmenden wünschen sich mehr Entlastung für Familien mit Kindern, kostengünstigere und flexiblere Kinderbetreuungsmöglichkeiten sowie ein grösseres Angebot im Vorschulbereich.

Im Frühling 2021 hat das von der SP Kanton Bern geführte Komitee für eine kantonale Elternzeit die Elternzeitinitiative mit rund 20'000 Unterschriften eingereicht. Mit der Elternzeitinitiative soll im Kanton Bern zusätzlich zum eidgenössischen Mutter- und Vaterschaftsurlaub eine Elternzeit von 24 Wochen eingeführt werden. Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass eine echte Elternzeit die Beziehung zwischen Eltern und Kind stärkt, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert und die Gleichstellung von Frau und Mann fördert. Weiter ist eine Elternzeit in Anbetracht des wachsenden Fachkräftemangels Elternzeit aktueller und wichtiger denn.

Maurane Riesen, Mitglied im Initiativkomitee und Vizepräsidentin der SP Kanton Bern, sagt: «Die repräsentative Studie des Büro Bass bestätigt, dass die Einführung einer kantonalen Elternzeit von einer deutlichen Mehrheit befürwortet wird. Grundsätzlich wünschen sich die Berner und Bernerinnen mehr Entlastung bei der Kinderbetreuung.» Und David Stampfli, Mitglied im Initiativkomitee und Grossrat, ergänzt: «Der Fachkräftemangel wird in der Studie als wichtigstes Argument für eine Elternzeit angegeben. In der aktuellen Situation ist dies wenig überraschend. Es ist Zeit für eine Elternzeit wenn der Kanton Bern und die Berner Wirtschaft nicht ins Hintertreffen geraten wollen.»

Studie
Bevölkerungsbefragung zu Elternzeit und Kinderbetreuung im Kanton Bern

Evi Allemann in den Bundesrat!

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Die Geschäftsleitung der SP Kanton Bern nominiert Evi Allemann einstimmig für die Bundesratsersatzwahlen. Als Regierungsrätin des zweitgrössten Kantons und langjährige Nationalrätin ist sie hervorragend qualifiziert für das Amt einer Bundesrätin. Evi Allemann bringt sowohl Deutschschweiz und Romandie wie auch Stadt und Land zusammen.   

Die Geschäftsleitung der SP Kanton Bern nominiert Regierungsrätin Evi Allemann einstimmig für die Bundesratsersatzwahlen zuhanden der SP Schweiz. Als Regierungsrätin des zweitgrössten Kantons und langjährige Nationalrätin ist die 44-jährige Juristin hervorragend qualifiziert für das Amt einer Bundesrätin. Evi Allemann verfügt über ein grosses Netzwerk und ist thematisch sehr breit abgestützt. Als langjährige Umwelt- und Verkehrspolitikerin im Nationalrat und als Regierungsrätin für Inneres und Justiz ist sie für die Nachfolge von Bundesrätin Simonetta Sommaruga geradezu prädestiniert.

Aufgrund ihrer Berner Herkunft bringt Evi Allemann im Bundesrat sowohl Deutschschweiz und Romandie wie auch Stadt und Land zusammen. Selber auf dem Land und in der Agglomeration aufgewachsen und heute in der Stadt wohnhaft kennt sie die unterschiedlichen Lebensrealitäten aus eigener Erfahrung. Mit ihrem Gespür für den Ausgleich kann Evi Allemann den Bundesrat als gesamtes Gremium stärken und vorwärtsbringen. Und als Mutter von zwei schulpflichtigen Kindern zeigt Evi Allemann, dass sich Familie und ein hohes Exekutivamt vereinbaren lassen. Die Zeit ist reif, dass diese Lebensrealität auch in der Schweizer Landesregierung vertreten ist.

Keine Abstriche bei Löhnen und Klimaschutz!

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Die SP Kanton Bern verlangt, dass im Voranschlag 2023 sowie im Aufgaben und Finanzplan 2024-2026 keine Abstriche bei den Löhnen und beim Klimaschutz gemacht werden. Gute Löhne stärken die Kaufkraft und damit die gesamte Volkswirtschaft. Gleichzeitig muss der Kanton auf die geplanten Steuersenkungen verzichten, da er sich diese schlicht nicht leisten kann.

Die Teuerung trifft die Menschen auch im Kanton Bern. Zusammen mit den steigenden Krankenkassenprämien, Mieten und Energiepreisen sind die Lebenshaltungskosten für viele Berner und Bernerinnen kaum mehr tragbar. Umso wichtiger ist es, dass der Kanton Bern als grösster Arbeitgeber und als Vorbild für das kommende Jahr bei den Löhnen den vollen Teuerungsausgleich gewährt. Gute Löhne verbessern die Kaufkraft und stärken damit die Berner Volkswirtschaft insgesamt. Ohne Teuerungsausgleich würde nicht nur die Kaufkraft leiden. Auch der Fachkräftemangel würde sich noch mehr verschärfen, insbesondere im Bildungs- und Pflegebereich, wo der Kanton Bern schon heute einen gewaltigen Nachholbedarf hat. Co-Präsident Ueli Egger sagt: «Keinen oder nur einen teilweisen Teuerungsausgleich zu gewähren käme einem Lohnabbau gleich und wäre für die SP Kanton Bern inakzeptabel.»

Weiter verlangt die SP, dass der Kanton Bern die dringend notwendigen Massnahmen für mehr Klimaschutz rasch angeht. Damit diese Massnahmen konkret umgesetzt werden können, müssen in der Kantonsverwaltung die nötigen Stellen geschaffen werden. Sonst bleibt der Klimaschutzartikel in der Verfassung nur ein Lippenbekenntnis. Auf der anderen Seite ist es für die SP unhaltbar, dass der Kanton Bern weiterhin an den geplanten Steuersenkungen festhält. Steuersenkungen nützen der breiten Bevölkerung wenig, wirklich profitieren nur die höchsten Einkommen. Andrea Rüfenacht, Vizepräsidentin der Finanzkommission, sagt: «Der Kanton Bern kann sich diese Steuergeschenke ohnehin nicht leisten, wenn er seine Aufgaben seriös wahrnehmen will. Wenn aber auch noch die Nationalbank weniger Geld ausschüttet, dann droht der Bevölkerung das nächste Abbauprogramm!»

Mit der Elternzeit gegen den Fachkräftemangel

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Rund 20'000 Personen verlangen mit der Elternzeitinitiative die Einführung einer Elternzeit im Kanton Bern. Heute hat die vorberatende Kommission dazu Stellung bezogen. Mit ihrer ablehnenden Haltung stellt sich die Kommissionsmehrheit sowohl gegen die Berner Bevölkerung als auch gegen die Berner Wirtschaft. Denn in Anbetracht des akuten Fachkräftemangels in verschiedenen Branchen ist das Anliegen einer Elternzeit wichtiger denn je.

Mit der Elternzeitinitiative soll im Kanton Bern zusätzlich zum eidgenössischen Mutter- und Vaterschaftsurlaub eine Elternzeit von 24 Wochen eingeführt werden. Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass eine echte Elternzeit die Beziehung zwischen Eltern und Kind stärkt, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert und die Gleichstellung von Frau und Mann fördert. Dies wäre ein riesiger Fortschritt für die Berner Bevölkerung. Mit ihrer ablehnenden Haltung stellt sich die Kommissionsmehrheit sowohl gegen die Berner Bevölkerung als auch gegen die Berner Wirtschaft. Zwar anerkennt auch die Kommissionsmehrheit die Vorteile einer Elternzeit für die Familien und die Förderung der Gleichstellung. Sie scheut aber die Kosten und möchte nicht als erster Kanton vorangehen.

Maurane Riesen, Mitglied im Initiativkomitee und Vizepräsidentin der SP Kanton Bern, sagt: «Eine echte Elternzeit ist entscheidend für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Unternehmen und Mitarbeitende wollen familienfreundliche Rahmenbedingungen. In Anbetracht des wachsenden Fachkräftemangels in verschiedenen Branchen ist eine Elternzeit aktueller und wichtiger denn je.»

Anna Tanner, Co-Präsidentin der SP Kanton Bern, betont: «Es ist nichts Neues, dass die Kantone bei der Einführung von sozialen Reformen vorangehen, so zum Beispiel bei der AHV oder dem Frauenstimmrecht. Solange es auf eidgenössischer Ebene nicht vorwärtsgeht mit der Elternzeit, müssen fortschrittliche Kantone eine Pionierrolle einnehmen.»

David Stampfli, Mitglied im Initiativkomitee und Parteisekretär, ergänzt: «Das Kostenargument ist vorgeschoben. Modellrechnungen zeigen, dass der volkswirtschaftliche Nutzen einer Elternzeit die Kosten aufwiegt. Denn dank der Elternzeit steigt vor allem bei den Frauen die Erwerbsquote, was genügend zusätzliche Steuereinnahmen einbringt, um die Kosten der Elternzeit zu decken.»

Mit neuer Parteileitung in die Nationalratswahlen

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Die SP Kanton Bern hat an ihrem heutigen Parteitag Mirjam Veglio als Co-Präsidentin verabschiedet und ihre riesige Arbeit gewürdigt. Im Anschluss wählten die Delegierten das neue Co-Präsidium mit Anna Tanner und Ueli Egger sowie die neuen Vizes Maurane Riesen und Michael Grossenbacher. Mit der neu zusammengesetzten Parteileitung will die SP Kanton Bern bei den kommenden Nationalratswahlen wieder gewinnen.

Zu Beginn bedauerte der Parteitag den Rücktritt von Bundesrätin Simonetta Sommaruga und verdankte ihr riesiges Engagement im Bundesrat. Im Hinblick auf eine allfällige Bundesratskandidatur aus der SP Kanton Bern hat der Parteitag der Geschäftsleitung die Kompetenz für eine Nomination übertragen.

Nach vier Jahren im Amt wurde Mirjam Veglio mit grossem Applaus als Co-Präsidentin der SP Kanton Bern verabschiedet und ihre langjährige Arbeit gewürdigt. Gemeinsam mit Ueli Egger hat Mirjam Veglio die Kantonalpartei mit viel Geschick und Umsicht durch die vergangenen vier Jahre geführt. Auch in schwierigen Phasen motivierte sie die Mitglieder und Sektionen mit ihrer unkomplizierten und humorvollen Art. Besonders grosse Erfolge waren für Mirjam Veglio die Wiederwahl von Ständerat Hans Stöckli 2019 und die erfolgreiche Unterschriftensammlung der kantonalen Elternzeitinitiative. Es gab aber auch Rückschläge wie die Grossratswahlen 2022, wo Mirjam Veglio selber die Wiederwahl verpasste. Unterdessen konnte sie aber wieder in den Grossen Rat nachrutschen, wo sie sich weiterhin für eine konsequent soziale Politik einsetzen will.

Anschliessend wählten die Delegierten das neue Co-Präsidium, bestehend aus dem bisherigen Co-Präsidenten Ueli Egger und Anna Tanner, der bisherigen Vizepräsidentin. Anna Tanner ist 33-jährig, lebt in Biel und ist Mitglied des Bieler Stadtrats. Als neue Co-Präsidentin übernimmt sie die Wahlkampfleitung bei den Nationalratswahlen 2023. Anna Tanner sagt: «In Zeiten von steigenden Krankenkassenprämien und Strompreisen braucht es eine starke SP mehr denn je. Wir werden alles daran setzen, dass die SP bei den Nationalratswahlen wieder gewinnt.» Neu in die Parteileitung gewählt wurden als Vizes Maurane Riesen aus la Neuveville und Michael Grossenbacher aus Boll. Die 31-jährige Grossrätin und Epidemiologin sowie der 48-jährige Moderator und Autor sind hochmotiviert gemeinsam mit dem neuen Co-Präsidium sowie der bisherigen Vizepräsidentin Manuela Kocher die SP Kanton Bern in die eidgenössischen Wahlen 2023 zu führen. 

Weiter wählten die Delegierten die Ständeratskandidatin Flavia Wasserfallen neu in die Geschäftsleitung der SP Kanton Bern. Sie ersetzt dort den amtierenden Ständerat Hans Stöckli. Zum Schluss stellte die JUSO Kanton Bern die neue Initiative der JUSO Schweiz vor, die eine sozialgerechte Finanzierung von Klimamassnahmen verlangt.

Maurane Riesen und Michael Grossenbacher neu in die Parteileitung der SP Kanton Bern

Aus dem Präsidium, Medienmitteilung

Die Geschäftsleitung der SP Kanton Bern empfiehlt dem Parteitag vom 2. November 2022 Maurane Riesen und Michael «Grosi» Grossenbacher zur Wahl ins Vizepräsidium. Zusammen mit dem neuen Co-Präsidium Anna Tanner und Ueli Egger sowie der bisherigen Vizepräsidentin Manuela Kocher sollen sie die SP Kanton Bern in die eidgenössischen Wahlen 2023 führen.

Die Geschäftsleitung der SP Kanton Bern empfiehlt dem Parteitag vom 2. November 2022 Maurane Riesen und Michael Grossenbacher zur Wahl ins Vizepräsidium. Sie sollen die im Sommer zurückgetretenen Vizes Tanja Bauer und Hervé Gullotti ersetzen. Weitere Kandidaturen sind keine eingegangen. Mit den beiden neuen Vizes zeigt die SP Kanton Bern ihre grosse Breite auf und bindet zwei Mitglieder ein, die auch andere Blickwinkel mitbringen. Zusammen mit dem neuen Co-Präsidium Anna Tanner und Ueli Egger sowie der bisherigen Vizepräsidentin Manuela Kocher sollen Michael Grossenbacher und Maurane Riesen die SP Kanton Bern in die eidgenössischen Wahlen 2023 führen.

Maurane Riesen ist seit 2018 Grossrätin und lebt mit ihrer Familie in La Neuveville. Die 31-Jährige ist studierte Epidemiologin und arbeitet beim Bundesamt für Umwelt. Obwohl Riesen zuerst für den Parti Socialiste Autonome (PSA) politisierte, arbeitet sie schon länger eng mit der SP zusammen. So ist sie seit ihrer Wahl in den Grossen Rat Teil der SP-JUSO-Fraktion und lancierte 2020 die kantonale Initiative für eine Elternzeit mit. Nachdem sich die Jurafrage mit dem beschlossenen Weggang von Moutier endgültig geklärt hat, sieht Riesen ihre politische Zukunft im Kanton Bern und ist deshalb der SP Kanton Bern beigetreten. Maurane Riesen sagt: «Als Vizepräsidentin möchte ich dazu beitragen, dass sich die Linke im Berner Jura wieder vereint und stärker wird. Darüber hinaus setze ich mich für eine echte Elternzeit und eine gute Gesundheitsversorgung ein.» 

Michael Grossenbacher, auch bekannt als «Grosi» der Berner Gruppe Bagatello, ist parteipolitisch ein Quereinsteiger. Politisch engagiert sich der Moderator und Autor aber schon lange, so etwa in der humanitären Hilfe für Geflüchtete in Griechenland. Der 48-Jährige lebt mit seiner Familie in Boll bei Bern. Aktuell leitet der Kommunikationsexperte zwei Projekte im Bereich der Digitalisierung und arbeitet zudem als Geschäftsführer der Eventmacher GmbH. Der ausgebildete Primarlehrer verstand sich bisher als sehr aktives Basismitglied und übt gern auch einmal Kritik an der eigenen Partei. Michael Grossenbacher sagt: «Für mehr soziale Gerechtigkeit braucht es eine starke SP – auch auf dem Land und in den Agglomerationen. Als Vizepräsident möchte ich insbesondere die Stimme der ländlichen SP Kanton Bern sein. Denn gerade in den weniger urbanen Regionen haben wir noch ein grosses Wachstumspotential.»

Eine verpasste Chance für die Demokratie

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Die SP Kanton Bern bedauert, dass die Demokratie im Kanton Bern nicht gestärkt wird. Aus Sicht der SP ist das Nein zu Stimmrechtsalter 16 eine verpasste Chance. Die SP Kanton Bern ist zudem schwer enttäuscht über die Annahme der Vorlage AHV21. Die AHV wird damit auf dem Buckel der Frauen und ganz allgemein der Menschen mit kleinen Einkommen abgebaut.

Die Stimmbevölkerung sagt Nein zur Einführung von Stimmrechtsalter 16. Die SP Kanton Bern bedauert, dass die Demokratie im Kanton Bern nicht gestärkt wird. Aus Sicht der SP ist das eine verpasste Chance. Statt junge Menschen in die Verantwortung zu nehmen, werden sie weiterhin von der politischen Mitbestimmung ausgeschlossen. In Anbetracht der regelmässig schwachen Stimm- und Wahlbeteiligung, muss sich die Politik Massnahmen überlegen, wie sie junge Menschen zukünftig besser mitnehmen kann.

Die SP Kanton Bern ist schwer enttäuscht über die Annahme der Vorlage AHV21. Offensichtlich hat die jahrelange Angstkampagne zum Zustand der AHV nun verfangen. Die AHV wird damit auf dem Buckel der Frauen und ganz allgemein der Menschen mit kleinen Einkommen abgebaut. Bis heute kann die AHV ihr Versprechen nicht halten, dass sie ein würdiges Leben im Alter garantieren soll. Nach dem heutigen Abbau ist für die SP Kanton Bern deshalb klar, dass die AHV bei einer nächsten Revision mit zusätzlichen Mitteln ausgebaut werden muss.

Die SP Kanton Bern nimmt erfreut zur Kenntnis, dass die Abschaffung der Verrechnungssteuer abgelehnt wurde. Die Vorlage hätte zu Steuerausfällen von bis zu 800 Millionen Franken geführt, die auch die Gemeinden und Kantonen betroffen hätte. Die SP Kanton Bern ist froh, dass es somit keinen zusätzlichen Druck auf die Kantons- und Gemeindefinanzen gibt. Nachdem die Stimmbevölkerung einmal mehr einer Steuersenkung eine Abfuhr erteilt hat, ruft die SP Kanton Bern die bürgerlichen Parteien von SVP bis GLP dazu auf, zukünftig auf solche Vorhaben zu verzichten, die nur dem reichsten Prozent zugutekommen.

Anna Tanner und Ueli Egger ins Parteipräsidium

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Die Geschäftsleitung der SP Kanton Bern beantragt dem Parteitag vom 2. November einstimmig Anna Tanner und Ueli Egger ins Parteipräsidium zu wählen. Nach dem Rücktritt von Co-Präsidentin Mirjam Veglio hat sich Ueli Egger bereit erklärt, sein Amt weiter auszuüben. Gemeinsam mit der bisherigen Vizepräsidentin Anna Tanner stellt er sich nun für ein Co-Präsidium zur Verfügung.

Ende August gab Mirjam Veglio bekannt, dass sie auf den Parteitag vom 2. November als Co-Präsidentin der SP Kanton Bern zurücktreten wird. Ueli Egger als bisheriger Co-Präsident der SP Kanton Bern zeigte sich bereit, das Amt weiter auszuüben, um die Kontinuität zu gewährleisten. Er möchte dies weiterhin in einem Co-Präsidium machen. Nach intensiven Gesprächen haben Ueli Egger und die bisherige Vizepräsidentin Anna Tanner beschlossen, sich gemeinsam für das Co-Präsidium der SP Kanton Bern zur Verfügung zu stellen. Die Geschäftsleitung der SP Kanton Bern freut sich sehr darüber, dass mit diesem Co-Präsidium einerseits die Kontinuität gewahrt wird und andererseits ein frischer Wind kommt. Die Geschäftsleitung beantragt deshalb dem Parteitag einstimmig Anna Tanner und Ueli Egger ins Parteipräsidium zu wählen.

Anna Tanner ist 33-Jährig, lebt in Biel und ist Mitglied des Bieler Stadtrats. Die Sozialarbeiterin arbeitet als Fachberaterin für Opferhilfe in Bern. Bei den Grossratswahlen 2022 erreichte sie im Wahlkreis Biel-Seeland den ersten Ersatzplatz und könnte bei der nächsten Vakanz auf der SP Frauenliste in das kantonale Parlament nachrücken. Anna Tanner möchte die SP Kanton Bern gemeinsam mit Ueli Egger wieder auf die Erfolgsstrasse zurückführen. Die designierte Co-Präsidentin der SP Kanton Bern sagt: «Die SP ist auf dem aufsteigenden Ast. In der gegenwärtigen Wirtschaftslage haben die Menschen im Kanton Bern eine starke SP besonders nötig. Es braucht griffige Massnahmen gegen die hohen Mieten, gegen die steigenden Krankenkassenprämien und allgemein gegen die massive Teuerung.» Und Co-Präsident Ueli Egger ergänzt: «Die SP hat die richtigen Antworten auf die momentane Krise. Wir müssen die Kaufkraft der Menschen verbessern. Das schützt vor Armut und stärkt die Volkswirtschaft insgesamt.»

Für einen besseren Mutterschutz

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Die SP Kanton Bern begrüsst, dass der Berner Regierungsrat den Mutterschutz für die Kantonsangestellten verbessern will. Er unterstützt einen von der SP initiierten überparteilichen Vorstoss für einen vorgeburtlichen Mutterschaftsurlaub von drei Wochen. Auf nationaler Ebene ist ein ähnlicher SP-Vorstoss hängig.

Die SP Kanton Bern begrüsst, dass der Berner Regierungsrat den Mutterschutz für die Kantonsangestellten verbessern will. In seiner Antwort auf einen überparteilichen Vorstoss von SP-Grossrätin Tanja Bauer befürwortet er die Einführung eines vorgeburtlichen Mutterschaftsurlaubs von drei Wochen. Heute sind gemäss einem Bericht des Bundesrats rund 70% der Frauen in den letzten zwei Wochen vor der Geburt krankgeschrieben. Eine Verbesserung ist also dringend angezeigt. In seiner Antwort schreibt der Regierungsrat, dass ein dreiwöchiger vorgeburtlicher Mutterschaftsurlaub für Kantonsmitarbeitende beim Kanton Bern nur in geringem Umfang zusätzliche Kosten generieren würde. Die Planungssicherheit würde hingegen erhöht und das Risiko für unvorhergesehene und plötzliche Absenzen vermindert. Die neue fortschrittliche Regelung würde zur Arbeitgeberattraktivität beitragen und der Kanton Bern könnte sich angesichts des vorherrschenden Fachkräftemangels, insbesondere bei den Lehrkräften, von der Konkurrenz abheben. Grossrätin Tanja Bauer sagt: «Ich freue mich sehr über die positive Antwort des Regierungsrats. Von einer solchen Lösung profitieren sowohl die werdenden Mütter mit einem besseren Gesundheitsschutz als auch die Arbeitskolleg:innen und der Arbeitgeber durch mehr Planbarkeit.»

Indem der Kanton Bern das Problem proaktiv angeht erhöht sich der Druck auf eine nationale Lösung. SP-Nationalrätin Flavia Wasserfallen hat bereits im März 2021 einen entsprechenden Vorstoss auf eidgenössischer Ebene eingereicht, der im Rat noch nicht behandelt wurde. Darin verlangt sie die Einführung eines vorgeburtlichen und über die Erwerbsersatzordnung finanzierten Mutterschaftsurlaubs von drei Wochen. Der Mutterschaftsurlaub nach der Niederkunft soll dabei nicht angetastet werden. Nationalrätin Flavia Wasserfallen sagt dazu: «Ein Mutterschutz vor der Geburt wirkt sich positiv auf die Gesundheit von Mutter und Kind aus und entlastet auch die Unternehmen.»

Motion «Mutterschutz vor der Geburt»

Mit Flavia Wasserfallen den Ständeratssitz verteidigen

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Die SP Kanton Bern hat an ihrem heutigen Parteitag in Bern Nationalrätin Flavia Wasserfallen einstimmig als Ständeratskandidatin für die Wahlen 2023 nominiert. In Anwesenheit von Bundesrätin Simonetta Sommaruga und Ständerat Hans Stöckli überzeugte Flavia Wasserfallen die Delegierten mit einem starken Auftritt. Weiter stimmten sich die Delegierten auf die Abstimmungskampagnen gegen die AHV21 und für das kantonale Stimmrechtsalter 16 ein.

Bundesrätin Simonetta Sommaruga stimmte die Delegierten auf die Wahlen vom kommenden Jahr ein. 2003 wurde sie die erste Ständerätin der SP Kanton Bern und eroberte damit jenen Sitz, den die SP 2023 verteidigen will. In einem flammenden Votum empfahl anschliessend «Götti» Hans Stöckli Nationalrätin Flavia Wasserfallen als Kandidatin für die Ständeratswahlen 2023.  Anschliessend überzeugte Flavia Wasserfallen mit einer starken Rede die Delegierten von ihrer Kandidatur.

Nach zehn Jahren als Grossrätin und nun vier Jahren im Nationalrat hat sie gezeigt, dass sie erfolgreich Politik gestaltet, Allianzen schmiedet und bestens vernetzt ist. Nun ist sie hochmotiviert, ihre Arbeit in der kleinen Kammer fortzuführen und die Bevölkerung des Kantons Bern im Ständerat zu vertreten. Die Delegierten nominierten Flavia Wasserfallen daraufhin als Ständeratskandidatin. Flavia Wasserfallen sagt: «Ich freue mich sehr auf die Wahlkampagne und den Austausch mit den Menschen im ganzen Kanton Bern. Aufgewachsen in der Agglomeration und dem französischsprachigen Raum eng verbunden sehe ich Vielfalt als Chance und möchte Verbindungen zwischen den Sprachen und Regionen unseres Kantons schaffen.» Und Co-Präsident Ueli Egger ergänzt: «Mit Flavia Wasserfallen haben wir die perfekte Kandidatin, um den Ständeratssitz von Mitte-Links zu verteidigen.»

Im zweiten Teil des Parteitages beschlossen die Delegierten die Gestaltung der Nationalratslisten. Wie üblich werden die Bisherigen und jemand von der JUSO sowie ein(e) Francophone(r) an der Spitze aufgeführt. Im Anschluss folgen alle Neukandidierenden nach dem Alphabet. Im Gegensatz zu anderen Wahlen wird aber das Alphabet von Z bis A geführt. Die Nomination der Kandidierenden folgt am 1. Februar 2023.

Zudem beschlossen die Delegierten die Ja-Parole für die eidgenössische Abstimmung zur Masstierhaltungsinitiative. Die restlichen Parolen wurden schon an einem früheren Parteitag gefasst. Die Parteileitung erinnerte nochmals an die Wichtigkeit der Abstimmung für das Stimmrechtsalter 16 im Kanton Bern und des doppelten Neins bei der eidgenössischen AHV-Vorlage. Weiter wurde Paul Bayard als langjähriger Vertreter der SP 60+ aus der Geschäftsleitung verabschiedet. Seine Nachfolge wird am nächsten Parteitag vom 2. November gewählt.