Wo bleiben die besseren Arbeitsbedingungen nach dem Applaus?

Avatar of AdminisAdminis - 09. Juni 2020 - Medienmitteilung

Gerade das Personal im Detailhandel war während der Corona-Krise systemrelevant. Dies wurde mit viel Applaus von der Bevölkerung honoriert. Aber statt dem Klatschen nun Taten folgen zu lassen, verschlechtert die bürgerliche Grossratsmehrheit die Arbeitsbedingungen der Held*innen aus der Corona-Krise sogar noch. Die SP lehnt deshalb das Gesetz über Handel und Gewerbe klar ab.

Die Corona-Krise hat gezeigt, welche Berufe wirklich systemrelevant sind. Gerade das Personal im Detailhandel sorgte dafür, dass alle Menschen weiterhin Lebensmittel einkaufen konnten. Gleichzeitig war es einem deutlich erhöhten Ansteckungsrisiko ausgesetzt. Die Bevölkerung hat dies honoriert und auch den Detailhandelsangestellten kräftig applaudiert. Diese Wertschätzung hat gutgetan – die Miete und das Essen lässt sich aber damit nicht bezahlen. Dazu braucht es endlich bessere Anstellungsbindungen.

Stattdessen passiert das Gegenteil! Der Grosse Rat beschliesst im Rahmen des Gesetzes über Handel und Gewerbe Verschlechterungen für das Personal im Detailhandel! Zukünftig soll das Verkaufspersonal an zwei zusätzlichen Sonntagen arbeiten müssen. Statt dem Klatschen endlich Taten folgen zu lassen, verschlechtert die bürgerliche Grossratsmehrheit die Arbeitsbedingungen der Held*innen aus der Corona-Krise also sogar noch. Das ist für die SP-JUSO-PSA Fraktion inakzeptabel. Sie hat deshalb das Gesetz über Handel und Gewerbe einstimmig abgelehnt. Die SP Kanton Bern ist zudem bereit zusammen mit den Gewerkschaften das Referendum zu ergreifen.

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