Auf Druck der SP bewegt sich der Kanton Bern endlich

Avatar of AdminisAdminis - 22. April 2020 - Medienmitteilung

Die SP Kanton Bern ist erleichtert, dass der Regierungsrat endlich eine Unterstützung für die Kitas und Tagesfamilienorganisationen (TFO) und die betroffenen Eltern beschlossen hat, wie es die SP schon lange vehement fordert. Die Kitas und TFO sind dringend auf finanziellen Support angewiesen – die momentanen Ausfälle bedrohen sie in ihrer Existenz. Die Corona-Krise zeigt deutlich: Kinderbetreuung ist systemrelevant und gehört zum Service Public.

Die SP Kanton Bern begrüsst, dass der Regierungsrat endlich Massnahmen zur Unterstützung der Kitas, der TFO und der betroffenen Eltern beschlossen hat. Seit Beginn der Corona-Krise hat die SP vehement darauf hingewiesen, dass dieser systemrelevante Bereich umgehend genügend finanzielle Unterstützung bekommen muss. Es ist unverständlich, dass der Regierungsrat so lange gezögert hat.

Kitas und TFO stehen unter enormen Druck: Die Pflicht zur Notbetreuung in Kleinstgruppen, die ungeklärte Finanzierung und damit verbundenen finanziellen Ausfälle bedrohen viele Betriebe in ihrer Existenz. Wie Co-Präsidentin Mirjam Veglio ausführt «Es ist volkswirtschaftlich und gleichstellungspolitisch verheerend, wenn die während Jahren mühevoll – auch mit Hilfe von Staatsmitteln - aufgebaute Infrastruktur der Kinderbetreuung zerstört wird“.

Die finanzielle Unterstützung muss jetzt rasch und unbürokratisch ausgerichtet werden. Sollte sich zeigen, dass der gesprochene Betrag nicht ausreicht, muss der Regierungsrat weitere Gelder sprechen. Nur so ist das Weiterbestehen der Kitas und TFO gesichert. Die SP erwartet zudem, dass sich auch der Bund namhaft an der Unterstützung der familienergänzen Kinderbetreuung beteiligt.

Die Corona-Krise zeigt nur zu deutlich auf, wie wichtig die Kitas und TFO für das Funktionieren unserer Gesellschaft sind und wie stark sie bisher vernachlässigt wurden. Die familienergänzende Kinderbetreuung darf nicht einfach dem Markt überlassen werden. Das System der Betreuungsgutscheine muss deshalb grundsätzlich hinterfragt werden. Vizepräsidentin Tanja Bauer sagt dazu: «Um für die Zukunft besser gewappnet zu sein, muss die Kinderbetreuung als Service Public behandelt und die Arbeitsbedingungen verbessert werden. Dazu muss sich der Kanton finanziell viel stärker beteiligen. Denn Kitas sind Teil des Bildungssystems und müssen, wie die Volksschule, durch Steuermittel finanziert werden.» Die SP Kanton Bern wird dies mit entsprechenden Vorstössen im Grossen Rat einfordern.

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