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Karin Fisli und Ursula Zybach neu Vizepräsidentinnen der SP-JUSO-PSA Fraktion

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Die SP-JUSO-PSA Fraktion hat mit Karin Fisli und Ursula Zybach zwei neue Vizepräsidentinnen gewählt. Sie ersetzen den frisch gewählten Fraktionspräsidenten Stefan Jordi sowie Béatrice Stucki.

Die SP-JUSO-PSA hat anlässlich ihrer Fraktionssitzung zwei Vizepräsidentinnen gewählt. Aufgrund der Wahl von Stefan Jordi und dem Rücktritt von Béatrice Stucki waren beide Vizepräsidien neu zu besetzen. Die Fraktion wählte aus vier Kandidatinnen Ursula Zybach aus Spiez und Karin Fisli aus Meikirch. Zusammen mit Stefan Jordi führen sie neu ab Juli 2021 die SP-JUSO-PSA Fraktion.

Ursula Zybach ist seit 2014 Grossrätin und präsidierte diesen 2017/2018. Mitte Juni wird Zybach das Vizepräsidium der Gesundheits- und Sozialkommission übernehmen. Die 53-Jährige ist diplomierte Lebensmittel-Ingenieurin ETH und Gemeindevizepräsidentin ihrer Wohngemeinde Spiez. Sie ist zudem Präsidentin von Public Health Schweiz und des Spitex Verbandes Kanton Bern. Ursula Zybach freut sich sehr auf die neue Herausforderung und sagt: «Ich möchte die Erfolge der Fraktion sichtbarer machen, damit die Bevölkerung weiss, dass wir politische Rezepte für alle statt für wenige haben.

Karin Fisli ist seit 2018 Grossrätin und Mitglied der Staatspolitischen Kommission. Die 38-jährige gebürtige Appenzellerin lebt mit ihrem Partner und zwei gemeinsamen Kindern in Meikirch. Fisli ist Gemeinderätin ihrer Wohngemeinde und arbeitet als Primarlehrerin. Weiter ist sie Vizepräsidentin des Vorstandes der Kindertagesstätte Storchennest in Grossaffoltern. Karin Fisli freut sich ebenfalls sehr auf die neue Aufgabe und sagt: «Ich will meinen Teil dazu beitragen, die SP-JUSO-PSA Fraktion weiterzubringen. Gemeinsam mit dem gesamten Fraktionsvorstand und zusammen mit den Fraktionsmitgliedern möchte ich für unsere Werte einstehen.»

Ein wichtiger Schritt in Richtung Individualbesteuerung!

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Heute konnten die Frauen einen wichtigen Erfolg für die Individualbesteuerung verbuchen! Nachdem der Grosse Rat eine entsprechende Motion von SP-Grossrätin Kornelia Hässig überwiesen hat, muss sich nun die Berner Regierung beim Bundesrat für die Individualbesteuerung einsetzen.

Die Forderung aus den Kantonen nach Individualbesteuerung ist nötig, damit dem Bundesparlament die Wichtigkeit der rascheren Umsetzung deutlich gemacht werden kann. Denn trotz diverser Vorstösse hat sich bis anhin nichts bewegt. Es ist wichtig, dass die Kantone signalisieren, dass sie eine fortschrittliche, gleichberechtigte Steuerpraxis unterstützen.

Seit 1973 wird in Österreich die Besteuerung bereits nach dem Prinzip der Individualbesteuerung erhoben, in Schweden ebenfalls seit den 70er Jahren. Die Schweiz hat nun genügend lang darauf gewartet. Mit der Überweisung der Motion von SP Grossrätin Kornelia Hässig macht der Grosse Rat deutlich, dass es dem Kanton Bern ernst ist mit der Individualbesteuerung. Der heutige Entscheid ist ein grosser Erfolg der SP Frauen Kanton Bern für alle Frauen im Kanton Bern.

SP Grossrätin Kornelia Hässig sagt: «Wir bieten in der Schweiz allen - Frauen und Männern - eine gute Ausbildung und wir wollen auch, dass möglichst alle arbeiten und etwas zu unserem Wohlergehen beitragen. Studien zeigen, dass sich die Individualbesteuerung positiv auf die Erwerbstätigkeit auswirkt und sie bringt unter dem Strich auch mehr Steuereinnahmen, weil mehr Frauen erwerbstätig sind».

Ein linker Bernjurassier für den ganzen Kanton Bern

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Die SP Kanton Bern gratuliert ihrem Grossrat Hervé Gullotti von ganzem Herzen zur Wahl zum Grossratspräsident. Damit wird der bernjurassische Sozialdemokrat für ein Jahr zum höchsten Berner. Die SP sieht in diesem Präsidialjahr eine grosse Chance, um den französischsprachigen Kantonsteil zu stärken.

Die SP Kanton Bern gratuliert ihrem Grossrat Hervé Gullotti von ganzem Herzen zur Wahl zum Grossratspräsident. Damit wird der bernjurassische Sozialdemokrat für ein Jahr zum höchsten Berner. Der 48-jährige Historiker und Gemeindeschreiber von Tramelan will in seinem Präsidialjahr den frankophonen Menschen eine Stimme geben und ganz allgemein die Zweisprachigkeit verbessern. Gerade nach dem nun beschlossenen Weggang von Moutier gilt es erst recht, die französischsprachige Minderheit zu stärken, sei sie im Berner Jura, in Biel aber auch im ganzen Kanton. Hervé Gullotti: «In meinem Herzen bin ich ganz klar ein Sozialdemokrat. Aber ich werde ein Grossratspräsident für alle Berner und Bernerinnen sein – egal welcher politischer Gesinnung oder Sprache.»

Seit dem letzten Grossratspräsidium aus dem Berner Jura sind zwölf Jahre vergangen. Mit Chantal Bornoz Flück von La Heutte wurde dieses auch schon von der SP Kanton Bern gestellt. Dies untermauert die starke Verbundenheit der Sozialdemokratie mit den Frankophonen und dem Berner Jura im Speziellen. Co-Präsident Ueli Egger freut sich sehr über die Wahl des SP-Grossrats aus Tramelan. Das Präsidialjahr von Hervé Gullotti ist eine grosse Chance, um den französischsprachigen Kantonsteil zu stärken. Ueli Egger: «Der Kanton Bern muss wieder mehr investieren, zum Beispiel bei der Gesundheitsversorgung und in Bildungsangebote. Dies gilt für den ganzen Kanton – aber insbesondere für den Berner Jura.»

Stefan Jordi ist neuer Präsident der SP-JUSO-PSA Fraktion

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Die SP-JUSO-PSA Fraktion hat ihren bisherigen Vizepräsidenten Stefan Jordi zum neuen Fraktionspräsidenten gewählt. Er tritt die Nachfolge von Elisabeth Striffeler an, die auf Ende Juni aus dem Grossen Rat zurücktritt.

Die SP-JUSO-PSA hat anlässlich ihrer Fraktionssitzung vor der Sommersession den bisherigen Vizepräsidenten Stefan Jordi einstimmig zu ihrem neuen Präsidenten gewählt. Stefan Jordi ersetzt ab Juli die bisherige Präsidentin Elisabeth Striffeler, die aus dem Grossen Rat zurücktritt. Der 49-Jährige Politologe lebt in der Stadt Bern und arbeitet beim Bundesamt für Energie als Leiter Regionale Partizipation und stellvertretender Sektionsleiter in der Sektion Entsorgung radioaktiver Abfälle. Jordi ist Präsident von Pro Velo Kanton Bern und zudem im Vorstand von Fanarbeit Bern.

Als neuer Präsident der SP-JUSO-PSA Fraktion möchte Jordi zusammen mit der Fraktion den Positionen der SP-JUSO-PSA vermehrt im Grossen Rat zum Durchbruch verhelfen. Er ist überzeugt, dass das mit den vielen starken Persönlichkeiten in der Fraktion auch gelingen wird.

Stefan Jordi sagt: «Sozialdemokratische Politik ist gefragter denn je, das zeigt die momentane Corona-Krise. Gut funktionierende staatliche Dienstleistungen und Unterstützungen sind dafür verantwortlich, die schlimmsten Folgen abzufedern – damit es auch wieder aufwärtsgeht. Zusammen mit der Fraktion werde ich weiter für einen starken Kanton kämpfen.»

Rücktritt von Fraktionspräsidentin Elisabeth Striffeler

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Die SP-JUSO-PSA Fraktion nimmt mit grossem Bedauern den Rücktritt von Fraktionspräsidentin Elisabeth Striffeler-Mürset zur Kenntnis. Das neue Fraktionspräsidium wird in der Sommersession gewählt. Neu in den Grossen Rat rutscht Karin Berger-Sturm aus Grosshöchstetten nach.

Mit Elisabeth Striffeler-Mürset verliert die SP-JUSO-PSA Fraktion nicht nur ihre Präsidentin, sondern auch eine äusserst kompetente und engagierte Gesundheitspolitikerin. Die Münsingerin vertrat die SP seit 2013 im Grossen Rat. Ab 2017 leitete sie die zweitgrösste Fraktion als Präsidentin mit grosser Ruhe und viel Umsicht. Gleichzeitig bestimmte sie als Parteileitungsmitglied auch die Geschicke der SP Kanton Bern mit. In ihrer Amtszeit gewann die SP die kantonalen Wahlen mit zusätzlichen fünf Grossratsmandaten und einer Steigerung des Wähler*innenanteils auf 22.3%. Politisch engagierte sich die Gerontologin MAS vor allem in der Gesundheits- und Alterspolitik. So vertrat sie die SP seit 2014 in der Gesundheits- und Sozialkommission, ab 2017 als Kommissionsvizepräsidentin. Dadurch wehrte sie sich an vorderster Front gegen die unsoziale Abbaupolitik der rechten Mehrheit. Dabei gelangen ihr auch immer wieder schöne Erfolge wie zum Beispiel bei der spezialisierten Palliative Care Langzeitpflege Nun wird die 63-Jährige auf den 1. Juli 2021 sowohl als Fraktionspräsidentin wie auch als Grossrätin zurücktreten. Rückblickend sagt Elisabeth Striffeler: «Meine Wähler*innen gaben mir die Möglichkeit im Grossen Rat ihre Anliegen zu vertreten und mich für die sozial Schwächeren und ältere Menschen einzusetzen. Dafür bin ich sehr dankbar. Ich habe mich sehr gerne für die Bürger*innen im Kanton Bern engagiert. Es war eine interessante, lehrreiche und unvergessliche Erfahrung.»

Die SP-JUSO-PSA Fraktion dankt ihrer Fraktionspräsidentin für ihre riesige Arbeit und den grossen Einsatz in den vergangenen Jahren und wünscht ihr für die Zukunft alles Gute. Das neue Präsidium wird die SP-JUSO-PSA Fraktion in der Sommersession wählen.

Ihre Nachfolge im Grossen Rat tritt Karin Berger Sturm aus Grosshöchstetten an. Karin Berger-Sturm war von 2006-2013 Gemeinderätin mit Ressort Bildung in Grosshöchstetten, in der sie u. a. Tagesschule und Schulsozialarbeit in der Gemeinde einführte. Sie politisiert seit rund 20 Jahren in der kleinen aber aktiven SP-Ortssektion, 2010-2020 als Mitglied der Kerngruppe. Die Umsetzung der Zone 30 in den Quartieren ist ein sichtbarer Erfolg des jahrelangen Engagements für weniger Verkehr und mehr Sicherheit im Dorf. Die 64-Jährige ist verheiratet und Mutter dreier erwachsener Kinder, promovierte Biologin und Imkerfrau. Sie arbeitet beim Schweizerischen Roten Kreuz, im Departement «Gesundheit und Integration» als Projektleiterin im Weiterbildungsbereich. Freiwillig engagiert sie sich im Vorstand des Verbandes Bernischer Musikschulen (VBMS) und des VCS Kanton Bern sowie als Mentorin für Geflüchtete bei der Integration in den Arbeitsmarkt. Karin Berger Sturm freut sich sehr über die neue Herausforderung auf kantonaler Ebene: «Ich werde mich auch hier stark machen für chancengerechten Zugang zu Bildung, Betreuung und Kultur im ganzen Kanton. Und für eine nachhaltige und konkrete Umwelt- und Verkehrspolitik – für uns alle!»

Für eine linke Mehrheit im Kanton Bern!

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Die SP Kanton Bern hat an ihrem digitalen Parteitag Evi Allemann, Christoph Ammann und Erich Fehr als Kandidierende für die Regierungsratswahlen 2022 nominiert. Gemeinsam mit den Grünen will die SP bei den Regierungsratswahlen vier Sitze erreichen und so die linke Mehrheit zurückholen. Es braucht einen Wechsel für eine soziale und nachhaltige Zukunft im Kanton Bern.

Die SP Kanton Bern hat an ihrem digitalen Parteitag die Kandidierenden für die Regierungsratswahlen 2022 nominiert. Mit den beiden Bisherigen Evi Allemann und Christoph Ammann sowie dem neu kandidierenden Erich Fehr präsentiert die SP der Stimmbevölkerung ein äusserst starkes und kompetentes Trio. Zusammen mit den Grünen will die SP bei den Regierungsratswahlen vier Sitze erreichen und so die linke Mehrheit zurückholen. Regierungsratskandidat Erich Fehr: «Der Kanton Bern verdient eine linke Mehrheit! Gerade die Corona-Krise hat gezeigt, wie wichtig ein leistungsfähiger und nachhaltig finanzierter Service Public ist. Die Menschen in diesem Kanton brauchen Perspektiven für eine soziale und nachhaltige Zukunft.»

Vergangene Regierungsratswahlen haben zeigt, dass die Linke dann am erfolgreichsten ist, wenn sie mit starken Persönlichkeiten und einem kompakten Team antritt. Mit ihren drei Kandidierenden hat die SP die nötige Voraussetzung für eine linke Mehrheit geschaffen. Nun gilt es diese Chance zu packen. Co-Präsidentin Mirjam Veglio: «Unser oberstes Ziel ist die linke Mehrheit im Regierungsrat. Das erreichen wir nur, wenn wir gemeinsam mit den stärksten Kandidaturen antreten und auf Experimente verzichten.» Und Co-Präsident Ueli Egger ergänzt: «Die Menschen im Kanton Bern brauchen wieder eine linke Mehrheit – erst recht nach der Corona-Krise. Es ist in unserer Verantwortung die  aktuelle Ausgangslage als Chance zum Wechsel zu nutzen.»

Weiter wurde die gesamte Partei- und Geschäftsleitung wiedergewählt. Dabei wurden Elisabeth Striffeler, die Ende Juni als Präsidentin der SP-JUSO-PSA-Fraktion zurücktritt, und Vizepräsident Matteo Langenegger verabschiedet und ihre grosse Arbeit verdankt. Zudem fassten die Delegierten die Parolen zu den eidgenössischen Abstimmungsvorlagen vom 13. Juni 2021. Der Parteitag der SP Kanton Bern befürwortet das CO2-Gesetz, das Covid-Gesetz, die Trinkwasserinitiative und die Pestizidinitiative. Einzig zum Anti-Terror-Gesetz wurde die Nein-Parole beschlossen.

Die BKW muss in öffentlichem Besitz bleiben

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Die SP Kanton Bern lehnt eine Abgabe der kantonalen Mehrheitsbeteiligung an der BKW kategorisch ab. Die Energieversorgung muss mehrheitlich in staatlicher Hand bleiben. Sollte der Grosse Rat eine Abgabe der BKW-Mehrheitsbeteiligung beschliessen, erwägt die SP Kanton Bern das Referendum zu ergreifen.

Die SP Kanton Bern hat mit grossem Interesse den Bericht «Perspektiven der Beteiligung an der BKW AG» des Regierungsrats zur Kenntnis genommen. In Bezug auf die Frage einer möglichen Aufspaltung bestätigt der Bericht die bisherige Haltung der SP. Eine Aufspaltung würde die BKW schwächen und damit auch dem Kanton Bern als Mehrheitseigner schaden. Die SP ist froh, dass diese Frage damit endgültig vom Tisch ist.

Die SP Kanton Bern ist aber sehr erstaunt, dass die Diskussion über die Mehrheitsbeteiligung wieder aufgeflammt ist. Der Grosse Rat hat erst 2018 im Rahmen der Beratung zum BKW-Gesetz eine Abgabe der Mehrheitsbeteiligung abgelehnt. Es ist deshalb höchst fragwürdig, dass der Regierungsrat diese Frage nun schon wieder in den Raum stellt.

Die Stromversorgung gehört zu einer der empfindlichsten Infrastrukturen in unserem Land und ist für das Funktionieren der Berner Wirtschaft und des gesellschaftlichen Lebens unabdingbar. Die wichtigen Infrastrukturen der Stromversorgung (Netze und Produktionsanlagen) müssen deshalb mehrheitlich in öffentlichem Besitz bleiben. Mit seiner Mehrheitsbeteiligung kann der Kanton Bern entsprechend Einfluss nehmen. Bei einer Abgabe der Mehrheitsbeteiligung wäre dies nicht mehr zwingend der Fall. Es ist illusorisch zu meinen, dass der Kanton dann über Dritte noch ernsthaft Einfluss nehmen könnte. Bei einem Rückzug des Kantons wären auch Beteiligungen der BKW betroffen, wie zum Bespiel die Wasserkraftwerke. Grossrat Luc Mentha: «Die Mehrheitsbeteiligung des Kantons an der BKW stellt sicher, dass die Wasserkraftwerke im Kanton Bern nicht in ausländische Hände gelangen können. Für eine möglichst autonome Energieversorgung ist dies unabdingbar.»

Die BKW spült jährlich hohe Beiträge in die Kantonskasse, die letztlich der gesamten Bevölkerung zugutekommen. In den vergangenen Jahren erhielt der Kanton Bern jeweils 50-60 Millionen Franken. Dieses Geld würde zukünftig fehlen. Ueli Egger, Co-Präsident der SP Kanton Bern: «Wir wehren uns vehement dagegen, dass der Kanton Bern sein Tafelsilber verscherbelt. Sollte der Grosse Rat tatsächlich eine Abgabe der BKW-Mehrheitsbeteiligung beschliessen, erwägt die SP Kanton Bern das Referendum zu ergreifen.»

Rund 20'000 Unterschriften für die Elternzeit

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Medienmitteilung des Komitees Elternzeit

Berner Eltern dürfen sich auf eine echte Elternzeit im Kanton Bern freuen: Das Komitee Elternzeit hat heute die Initiative für eine kantonale Elternzeit bei der Staatskanzlei eingereicht. Die Initiative ist trotz erschwerten Sammelbedingungen mit 19’962 Unterschriften sehr deutlich zustande gekommen. 

Das Komitee Elternzeit hat heute die beglaubigten Unterschriften mit einer Aktion bei der Berner Staatskanzlei eingereicht. Trotz erschwerten Sammelbedingungen aufgrund der Corona-Pandemie wurden mit 19’962 beglaubigten Unterschriften die benötige Unterschriftenzahl von 15'000 deutlich übertroffen. Dies unterstreicht, dass eine echte Elternzeit ein grosses Anliegen der Bevölkerung im Kanton Bern ist. Komitee-Präsidentin und SP-Grossrätin Tanja Bauer sagt dazu: «Die Initiative kommt trotz erschwerten Bedingungen sehr deutlich zustande. Das zeigt klar: Die Bernerinnen und Berner wollen endlich eine echte Elternzeit!»

Die Corona-Pandemie hatte auch Auswirkungen auf die Unterschriftensammlung. Dank eines grossartigen Schlussspurts wurde die erforderliche Unterschriftenzahl deutlich übertroffen. Mirjam Veglio, Co-Präsidentin der SP Kanton Bern: «Unsere Mitglieder zeigten ein riesiges Engagement. Eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein Kernanliegen der SP.» Besonders in den urbanen Gebieten fand die Initiative grossen Zuspruch. Aber auch in ländlicheren Regionen konnten viele Unterschriften gesammelt werden. PSA-Grossrätin Maurane Riesen: «Eine echte Elternzeit ist ein Bedürfnis im ganzen Kanton. Dank unserer guten regionalen Vernetzung konnten wir beispielsweise im Berner Jura sehr viele Unterschriften sammeln.»

Mit der Elternzeitinitiative soll eine kantonale Elternzeit von 24 Wochen eingeführt werden, zusätzlich zur bereits bestehenden Mutterschaftsversicherung und dem Vaterschaftsurlaub auf eidgenössischer Ebene. Von der kantonalen Elternzeit sind je 6 Wochen für einen Elternteil bestimmt, die restlichen 12 Wochen können frei aufgeteilt werden. So können Eltern die Betreuungs- und Hausarbeit besser aufteilen. Insbesondere Väter erhöhen dadurch ihr Engagement gegenüber dem Kind und übernehmen bei der Betreuung deutlich mehr Verantwortung. SP-Grossrat David Stampfli: «Heute wollen beide Elternteile für die Kinder da sein. Beim Unterschriftensammeln hat sich gezeigt: Gerade auch junge Männer haben die Initiative besonders oft unterschrieben.»

Asyl: Unwürdige Situation von Menschen in der Nothilfe verbessern!

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Die SP Kanton Bern begrüsst, dass neu auch privat untergebrachte Asylsuchende die Nothilfe von 8 Franken pro Tag bekommen sollen. Allerdings ist die geplante Umsetzung ungenügend und einschränkend. Die SP fordert, dass alle privat untergebrachten Kinder und Erwachsenen die Nothilfeleistung bekommen. Dies ist ein erster wichtiger Schritt, um die unwürdige Situation von Menschen in der Nothilfe zu verbessern.

Die SP Kanton Bern begrüsst, dass neu auch privat untergebrachte abgewiesene Asylsuchende die Nothilfe von 8 Franken pro Tag bekommen sollen. Dies geht auf die vom Grossen Rat überwiesene Motion «Schilt» zurück, die von der SP einstimmig unterstützt wurde. Die Regierung legt nun einen Gesetzesentwurf vor, der die private Unterbringung erschwert und den Zugang zur Nothilfe einschränkt. Grossrätin und SIK-Mitglied Tanja Bauer: «Alle privat untergebrachten Kinder und Erwachsenen sollen die Nothilfe erhalten. Mit dem vorliegenden Vorschlag wird der politische Wille des Grossen Rats offensichtlich nicht korrekt umgesetzt. Das werden wir nicht akzeptieren.»

Heute sind im Kanton Bern bereits 130 Personen privat untergebracht. Das ist auf ein grosses Engagement der Zivilbevölkerung zurückzuführen. Die private Unterbringung ist eine Antwort auf die unzumutbare Situation in den Ausschaffungszentren. Die SP kritisiert diese Unterbringung und die Zentren schon seit Langem. Co-Präsidentin Mirjam Veglio: «Die Zentren sind einzig darauf ausgelegt, Menschen zu zermürben und zu isolieren. Dies hat langfristige psychische Folgen für die betroffenen Kinder und Erwachsenen, die zum Teil lange Zeit in diesen Zentren leben müssen.» Die SP fordert den Regierungsrat dringlich auf, die Gesetzesanpassung zu nutzen und die minimalen Nothilfebeträge allgemein und speziell für Familien endlich zu erhöhen. Zudem müssen Hygieneartikel für die Monatsblutung sowie Windeln und Babynahrung kostenlos abgegeben werden, da der aktuelle Betrag von maximal 8 Franken pro Tag dafür nicht ausreicht.

Die SP setzt sich zudem dafür ein, dass sich die Situation für alle verbessert, insbesondere für die Kinder. Die Ausrichtung von 8 Franken Nothilfe auch bei Unterbringung bei Privaten auszurichten ist dabei ein erster wichtiger Schritt, der aber nicht ausreicht. Denn die Situation von Menschen in der Nothilfe im Kanton Bern ist aktuell nicht haltbar.

Vernehmlassungsantwort der SP Kanton Bern

Erich Fehr kandidiert für den Sitz von Beatrice Simon

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Die SP Kanton Bern greift mit dem Bieler Stadtpräsidenten Erich Fehr den frei werdenden Sitz von Beatrice Simon an. Zusammen mit den drei bisherigen rotgrünen Regierungsmitgliedern will Erich Fehr den Kanton Bern in eine sozialere und ökologischere Zukunft führen. Der Kanton Bern braucht wieder eine rotgrüne Mehrheit!

Der 52-Jährige Erich Fehr ist seit 2011 Stadtpräsident von Biel. Der gelernte Kaufmann ist verheiratet und verfügt über einen Executive Master of Public Administration. Seine politischen Schwerpunkte sind insbesondere die Finanz- und die Wirtschaftspolitik. Erich Fehr sagt zu seiner Kandidatur: «Der Kanton Bern braucht einen Richtungswechsel hin zu einer sozialeren und ökologischeren Zukunft. Gerne möchte ich dem Seeland und der Stadt Biel wieder eine Stimme in der Berner Regierung geben. Zudem bin ich es als Bieler gewohnt Brücken zwischen Frankophonen und Deutschsprachigen zu bauen; diese Qualität wird nach der Moutier-Abstimmung in den nächsten Jahren besonders gefragt sein.»

Mirjam Veglio, Co-Präsidentin der SP Kanton Bern, ist hocherfreut über die starke Kandidatur: «Mit Erich Fehr haben wir eine einmalige Chance die rotgrüne Mehrheit zurück zu erobern. Sie ist der Garant für eine Politik, die das Wohl von allen Menschen zum Ziel hat und nicht den Profit von einigen wenigen.» Nach knapp fünf Jahren bürgerlicher Mehrheit im Regierungsrat ist klar, dass der Kanton Bern so nicht vorwärtskommt. Die SP Kanton Bern hat deshalb schon an ihrem Parteitag vom 3. Februar 2021 beschlossen mit drei eigenen Kandidaturen sowie mit den Grünen zu den Regierungsratswahlen 2022 anzutreten.

Bis zum Ende der Frist haben zwei Kandidaten ihr Interesse für eine Regierungsratskandidatur angemeldet: Grossrat Hervé Gullotti aus Tramelan und der Bieler Stadtpräsident Erich Fehr. In mehreren Gesprächen kamen alle Beteiligten zum Schluss, dass die angestrebte linke Mehrheit am besten mit einem Angriff auf den freiwerdenden Sitz von Beatrice Simon erreicht werden kann. Grossratsvizepräsident Hervé Gullotti sagt: «Das oberste Ziel ist die rotgrüne Mehrheit. Ich ziehe meine Kandidatur deshalb gerne zugunsten von Erich Fehr zurück. Als perfekt Zweisprachiger kennt er die Anliegen aller Frankophonen des Kantons Bern in ihrer Vielfalt. Persönlich werde ich mich nun voll und ganz auf mein Grossratspräsidium konzentrieren.»

Der abschliessende Entscheid über die Nomination fällt der Parteitag der SP Kanton Bern vom 29. Mai 2021. Neben Erich Fehr wollen auch die beiden bisherigen SP-Regierungsmitgliedern Evi Allemann und Christoph Ammann wieder antreten. Zusammen mit den Grünen wollen sie die vier Sitze für die rotgrüne Mehrheit gewinnen, um den Kanton Bern wieder sozialer und ökologischer zu gestalten.